{"id":350,"date":"2017-08-09T06:20:56","date_gmt":"2017-08-09T04:20:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christophjarosch.de\/?p=350"},"modified":"2017-08-22T17:04:04","modified_gmt":"2017-08-22T15:04:04","slug":"vier-fluesse-tour_tag-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christophjarosch.de\/?p=350","title":{"rendered":"Vier- Fl\u00fcsse- Tour_Tag 3"},"content":{"rendered":"<p>Zwischen der Entscheidung das Campingequippement nach Hause zu schicken, in einem Schlie\u00dffach zu lagern und nach unserer R\u00fcckkehr von zuhause aus wieder abzuholen oder es auf dem Weg bei der Familie abzuwerfen haben wir uns letztlich wegen der Flexibilit\u00e4t und kosteng\u00fcnstigeren \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit daf\u00fcr entschieden es weiter mitzuschleppen. Ein wenig mehr Abenteuer bleibt damit ja auch erhalten. Diese Entscheidung hat dann zwei gravierende Konsequenzen: 1. Wir brauchen f\u00fcr Sandra eine neue Schlafmatte und 2. wird das Mehrgewicht uns noch zu Schaffen machen. Aber dazu sp\u00e4ter mehr.<br \/>\nWir fahren also vom Hotel weg und machen uns auf die Suche nach der Biwakschachtel einer von zwei Outdoorl\u00e4den in Koblenz. Wir haben einen guten Berater, der erst einmal s\u00e4mtliche vergleichbare Matten im Flur \u00fcbereinander und nebeneinander ausbreitet und ein mittleres Chaos verursacht. Danach auf zum Probeliegen und schnell ist eine Entscheidung getroffen. SEA TO SUMMIT mit einer Schaumstofff\u00fcllung und 150 g schwerer als die andere. Aber f\u00fcr Komfort sollte auch dieses Mehrgewicht keine Rolle spielen. Zuguterletzt k\u00f6nnen wir sogar f\u00fcr die n\u00e4chsten 14 Tage die kaputte Matte da lassen und sp\u00e4ter wieder abholen oder uns schicken lassen. Guter Laden, k\u00f6nne wir sehr empfehlen. Eine knallrote Matte an Steuerbord auf dem Fahrrad setzen wir unseren Weg fort und fahren zum Sightseeing zum Deutschen Eck. Ein Selfie dokumentiert den Wechsel von der Mosel an den Rhein und eine Fahrt mit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein l\u00e4dt uns dazu ein die Stadt und die Flusskreuzung von Oben anzuschauen. Nachdem vor einigen Jahren die Bundesgartenschau die Stadt und auch die Festung in eine bl\u00fchende Oase verwandelt hat, ist jetzt allerdings nicht mehr viel davon zu sehen. Nein, stimmt nicht ganz. Es sind sch\u00f6ne Anlagen mit wechselnd, der Jahreszeit entsprechend, bl\u00fchenden Pflanzen angelegt. Sch\u00f6n f\u00fcr das Auge des Betrachters, riesige Wiesengel\u00e4nde aber alles sehr steril und nichts f\u00fcr Kinder. Sogar mit etwas schlechtem Gewissen schlendern wir quer \u00fcber die Wiese, allerdings sind wir damit die Einzigen. Schade, das Gel\u00e4nde wird nicht wirklich erobert. Die Festung und den Innenraum zu besichtigen haben wir uns erspart, weil dort zurzeit eine Kriegsausstellung weilt. Allerdings gibt es genug Medienberichte \u00fcber aktuelle Kriegspl\u00e4tze, sodass wir nicht noch mehr dar\u00fcber sehen wollen. Es w\u00e4re durchaus spannend mal eine Friedensaustellung zu entwickeln und zu zeigen. Dies kommt auch r\u00fcckwirkend betrachtet viel zu kurz.<br \/>\nNachdem wir wieder unten angekommen sind, f\u00e4hrt an uns ein zweites Pino vorbei mit wirklich wenig Gep\u00e4ck. Wir machen uns abfahrbereit, weil wir sonst gar nicht mehr weg kommen. Es ist am Ufer viel Get\u00fcmmel auch wegen Rhein in Flammen am Wochenende.<br \/>\nDie Fahrt am Rhein entlang ist bis auf wenige Situationen in denen wir vom Radweg ausweichen m\u00fcssen gut beschildert und entsprechend gut zu fahren. Was sehr auff\u00e4llt sind die vielen Radfahrer mit E-Bikes. Viele \u00e4ltere Menschen, die auch mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Gep\u00e4ck an uns vorbeiziehen. Das ist schon etwas deprimierend, wenn man dann nicht mithalten kann. Die Fahrt am Rhein entlang gestaltet sich etwas komfortabler, auch weil man das Gef\u00fchl gewinnt hier etwas mehr und schneller voran zu kommen als an der Mosel. Durch den sehr geraden Flussverlauf und das weite Tal wirkt auch alles etwas gr\u00f6sser und \u201eerhabener\u201c(?) im Vergleich zum verschlungeneren und verspielten an der Mosel. Gleicherma\u00dfen sieht man allerdings am Rhein sehr weit voraus und hat sein Ziel sehr lange im Blick, bis man dann endlich dort angekommen ist. Das ist wiederum anstrengend. Wir passieren kleine Ortschaften und versuchen dann in Boppard etwas zu Essen zu finden, das nicht fettig ist und gro\u00dfe Portion, weil wir ja noch ein St\u00fcck fahren wollen, finden auch ein Bed&amp;Bike, sind aber von der Unterkunft und dementsprechender Versorgungslage nicht \u00fcberzeugt. Der Wirt meint zwar in Richtung Mainz nach Boppard g\u00e4be e nichts mehr, aber ich wei\u00df das definitiv besser. Also m\u00fcssen wir gegen den Hunger zun\u00e4chst mit ein paar M\u00fcsliriegel angehen und f\u00fcr eine \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit noch Mal recherchieren und in die Pedale treten. Auf dem Weg liegt noch St. Goar und danach Oberwesel. Insgesamt sind die Herbergen rar ges\u00e4t und dazu noch teuer. Kurz entschlossen mache ich den Vorschlag in der Jugendherberge zu \u00fcbernachten, weil das g\u00fcnstiger ist und qualitativ dennoch gut. Nach einem kurzen Telefonat haben wir ein Zimmer reserviert, auch mit der M\u00f6glichkeit uns zu versp\u00e4ten weil wir schlie\u00dflich noch 14 Kilometer vor uns haben. Nach etwa 10 der Restkilometer ist die Energie kurz vor aufgebraucht. Die n\u00e4chste Imbissbude ist unser. Ja, trotz Fett und Kalorienbomben wie Zucker in der Currysauce. Aber genau das ist es, was wir jetzt brauchen.<br \/>\nIch hatte weiter oben ja bereits kurz geschrieben, das die Entscheidung das Campingeqipment weiter mitzunehmen noch Konsequenzen haben w\u00fcrde \u2026 Jetzt in der letzten Flussbiegung vor Oberwesel fragt Sandra wo denn die Jugendherberge liege. Ich zeigte auf die Burg oben am Berg und erntete kolossales Unverst\u00e4ndnis in Form von: \u201eDas ist nicht dein Ernst!!!\u201c Ich sagte etwa vor 14 Kilometern etwas von einer Steigung bis zur JH, hatte aber selbst nicht mehr in Erinnerung, dass es so steil war und sich so lange hinzieht. Jetzt waren die 150g der Luftmatratze extrem schweres Zusatzgep\u00e4ck. Ich schob also alleine und war froh, das wir an der Frittenbude Energie getankt hatten. Wenn auch nicht die ges\u00fcndeste. Ein Mountainbiker \u00fcberholte uns sitzend auf seinem Bike und wir waren uns nach einem kurzen Smalltalk einig, das er uns nicht helfen k\u00f6nne, aber ein nettes Gespr\u00e4ch durchaus doch hilft. Nach etlichen Kurven auf dieser 13% steilen Strecke und 1 km sp\u00e4ter hatten wir Gott sei Dank unser Ziel erreicht und auch unser Bett.<br \/>\nNach einer guten ausgiebigen Dusche und etwas ausruhen haben wir es sogar noch geschafft die nahestehende Burg zu erkunden.<br \/>\nUnd all das nur, weil f\u00fcr die kommenden 2 Tage Regen angesagt ist. Wir bleiben gespannt, denn abends sieht es noch gar nicht danach aus.<br \/>\nMorgen wissen wir mehr. Bis Bald.<\/p>\n<p><del><\/del><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen der Entscheidung das Campingequippement nach Hause zu schicken, in einem Schlie\u00dffach zu lagern und nach unserer R\u00fcckkehr von zuhause aus wieder abzuholen oder es auf dem Weg bei der Familie abzuwerfen haben wir uns letztlich wegen der Flexibilit\u00e4t und kosteng\u00fcnstigeren \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit daf\u00fcr entschieden es weiter mitzuschleppen. 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